Wie aus Welpen hervorragende Blindenhunde werden.
Und aus weiblichen Strafgefangenen verantwortungsvolle Ausbilderinnen.
Einen Blindenhund auszubilden, kostet nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit, Geduld und Liebe. Denn ein schlecht ausgebildeter Führhund ist für den Blinden nur eine zusätzliche Behinderung.
„Hundebande“ ist ein Projekt, das sich der Herausforderung angenommen hat, Strafgefangene mit dieser wichtigen Aufgabe zu betrauen. Der positive Effekt - sowohl für die Hunde, als auch für die Resozialisierung der Frauen - ist enorm.
Die Frauen übernehmen Verantwortung, freuen sich an Erfolgen, überstehen Rückschläge und agieren zum Wohle der Tiere miteinander statt gegeneinander. Außerdem erfahren die oft traumatisierten Frauen durch die bedingungslos liebenden Welpen einen ungeheuren emotionalen Zuspruch. Wichtige Erfahrungen, die sich in den Alltag übertragen und die gesamte Atmosphäre im Strafvollzug verbessern.
So haben derzeit bereits drei Welpen in der Teilanstalt für Frauen auf Hahnöfersand bei Hamburg eine große „Patenfamilie“ gefunden, die sich rund um die Uhr liebevoll und unter professioneller Anleitung um die Ausbildung der Tiere kümmert.
Initiatorin und treibende Kraft der „Hundebande“ ist die Sozialpädagogin Manuela Maurer. Verantwortlich für die fachliche Leitung ist die renommierte Hundetrainerin Nadja Steffen, im Blindenverband seit Jahren für ihre tadellos ausgebildeten Führhunde bekannt.









